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Faltbares Solarpanel kaufen: Worauf du achten musst

15 Min. LesezeitStand 04.10.2026Mit Quellenangaben
Ein aufgeklapptes faltbares Solarpanel aus vier Modulen steht auf Aufstellern in der Wiese, dahinter scheint die Sonne.

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Ein gutes faltbares Solarpanel muss vor allem zu deiner Powerstation passen: Die Leerlaufspannung muss mit Reserve unter der Höchstspannung des Solareingangs liegen, und der Stecker muss passen. Danach zählen echter Ertrag, Gewicht pro Watt, eine robuste Oberfläche (ETFE) und ein brauchbarer Ständer. Die Wattzahl auf dem Panel ist ein Laborwert: In Tests schafften faltbare Panels bei guter Sonne gut 70 bis gut 90 Prozent davon.

Kurz gesagt
  • Prüfe vor dem Kauf den Solareingang deiner Station: Spannungsbereich, Höchststrom, Höchstleistung. Ein Panel mit zu hoher Leerlaufspannung kann den Eingang beschädigen.
  • Die Nennleistung (Wp) gilt unter Laborbedingungen. Unabhängige Tests von promobil, nextpit und techtest zeigen große Unterschiede zwischen Modellen gleicher Wattzahl.
  • ETFE-Oberflächen gelten laut Herstellern und Ratgebern als haltbarer als PET-Folien, was die höheren Preise zum Teil erklärt.
  • Das Gewicht pro Watt reicht bei aktuellen Herstellerangaben von rund 23 bis 48 g/W. Wenn du das Panel oft trägst, lohnt sich ein Blick darauf.
  • Eine Schutzart wie IP65 bezieht sich bei manchen Panels nur auf die Anschlussdose, deshalb lohnt ein genauer Blick ins Datenblatt.

Nennleistung und echter Ertrag

Was die Wattzahl auf dem Panel bedeutet

Auf jedem Panel steht eine Nennleistung in Wp (Watt-Peak, die Spitzenleistung unter genormten Testbedingungen). Diese genormten Bedingungen heißen kurz STC. Laut dem Fachportal Sinovoltaics gehören dazu 1.000 Watt Einstrahlung pro Quadratmeter, 25 °C Zelltemperatur und ein festgelegtes Lichtspektrum. Draußen kommen diese Bedingungen nach Angaben von Sinovoltaics selten vor, deshalb rät das Portal, auf unabhängige Messungen zu achten.

Die Wattzahl taugt also vor allem zum Vergleichen. Wie Wetter, Jahreszeit und Ausrichtung die Ladezeit beeinflussen, erklärt Wie lange dauert das Laden einer Powerstation mit Solarpanel?.

Was unabhängige Tests gemessen haben

Einen eigenen Test der Stiftung Warentest zu faltbaren Panels haben wir nicht gefunden. In ihrem Powerstation-Test (Heft 8/2023) schreibt die Stiftung nur allgemein, dass man zum Laden nur mit Sonnenstrom ein ausreichend großes Modul und Zeit braucht. Auch der ADAC nennt auf seiner Ratgeberseite zu Solarpanels für Camper keine Messwerte für Solartaschen. Die folgenden Zahlen stammen aus Fachmagazinen:

QuellePanelNennleistung (Wp)GemessenAnteil (%)
nextpit (04/2024)Bluetti PV200200172 W86
nextpit (04/2024)Jackery SolarSaga 200200147 Wrund 74
nextpit (04/2024)EcoFlow 220 W bifazial220157 Wrund 71
techtest (07/2022)EcoFlow 160 W160149 Wrund 93
Galaxus (06/2026)Einhell 40 W (über USB-C)4028,5 bis 29,5 W71 bis 74

Die Werte sind Spitzenwerte bei guter Sonne und lassen sich nur grob vergleichen, weil Wetter und Messaufbau verschieden waren. Beim Einhell-Panel ist der USB-C-Ausgang laut Galaxus auf 30 W begrenzt, die vollen 40 W gibt es nur am XT60-Anschluss.

Aussagekräftiger ist ein Vergleich am selben Ort und am selben Tag. Genau das hat promobil im Mai 2026 mit zehn Solartaschen und Solardecken gemacht, alle am gleichen Laderegler und an gleichen Batterien. Bei den Modellen mit 200 W lag der Tagesertrag zwischen 870 Wh (Ective Sun Dock) und 1.250 Wh (Jackery SolarSaga 200 W). Der Testsieger von promobil lieferte damit rund 44 Prozent mehr als das schwächste 200-W-Modell. Gleiche Nennleistung bedeutet also noch lange keinen gleichen Ertrag.

Bifaziale Panels: Leistung von der Rückseite

Einige neue Panels sind bifazial (beidseitig aktiv) und nutzen auch das Licht, das vom Boden auf die Rückseite fällt. EcoFlow gibt für sein 220-W-Panel deshalb zwei Werte an: 220 W unter STC und 243 W unter BNPI (eine Messnorm, die Licht auf der Rückseite mitrechnet). Das sind rund 10 Prozent mehr. Wenn du verschiedene Panels vergleichst, nimm trotzdem immer den STC-Wert.

Zelltyp und Oberfläche: monokristallin, ETFE, PET

Monokristalline Zellen sind Standard

Alle Beispielmodelle in diesem Artikel nutzen laut Hersteller monokristalline Zellen (aus einem einzigen Siliziumkristall gefertigt). Die neueren EcoFlow-Panels und die Jackery SolarSaga 200 W setzen nach Herstellerangaben auf die Bauart TOPCon, eine Weiterentwicklung dieser Zellen. Die Hersteller nennen dafür Wirkungsgrade bis 25 Prozent. Anker gibt für PS100 und PS400 bis 23 Prozent an, Bluetti für PV200 und PV350 bis 23,4 Prozent. Der Wirkungsgrad (der Anteil des Sonnenlichts, der zu Strom wird) entscheidet vor allem über die Fläche: Bei gleicher Leistung ist ein Panel mit höherem Wirkungsgrad kleiner.

ETFE oder PET: die Schutzschicht

Faltbare Panels haben über den Zellen eine Schutzschicht aus Kunststoff. Verbreitet sind zwei Materialien:

  • ETFE (Ethylen-Tetrafluorethylen, ein sehr wetterfester Kunststoff). Bluetti nennt ETFE bei PV200 und PV350, Anker beim PS100, EcoFlow beim 220-W-Panel.
  • PET (Polyethylenterephthalat, der Kunststoff vieler Getränkeflaschen). Er ist günstiger und steckt eher in preiswerten Panels.

promobil beschreibt ETFE-Folie als robuster und wetterfester als PET. Bei der Lebensdauer gehen die Angaben auseinander. Der Modulhersteller Coulee Energy nennt für ETFE bis zu 10 Jahre und für PET etwa 5 Jahre. Das Ratgeberportal solar.red nennt 10 bis 15 Jahre für ETFE und 2 bis 5 Jahre für PET. Die Lichtdurchlässigkeit von ETFE geben beide mit bis zu etwa 95 Prozent an, für PET nennt Coulee etwa 90 Prozent. Coulee zufolge vergilbt ETFE in der Sonne auch nicht so wie andere Kunststoffe. Unabhängige Langzeitmessungen haben wir dazu nicht gefunden.

Nennt das Datenblatt kein Material, frag beim Händler nach. Bei Jackery und beim EcoFlow 400-W-Panel haben wir auf den Produktseiten keine Angabe dazu gefunden.

Faltbar, semiflexibel oder vollflexibel?

Der ADAC empfiehlt Campern mit Zelt oder Dachzelt faltbare Solarkoffer, weil sie sich gut zur Sonne ausrichten lassen. Von vollflexiblen Modulen rät der ADAC dagegen ab, weil sie früher oder später oft Brüche oder andere Defekte bekommen. Für unterwegs ist ein faltbares Panel aus mehreren festen Segmenten also die robustere Wahl.

Gewicht pro Watt

Größere Panels sind natürlich schwerer, deshalb vergleichst du am besten das Gewicht pro Watt: Gewicht in Gramm geteilt durch die Nennleistung.

Gramm pro Watt NennleistungEcoFlow 220 W23 g/WEcoFlow 400 W25,5 g/WEcoFlow 110 W30 g/WSolarSaga 100 Air32 g/WSolarSaga 200 W32,5 g/WBluetti PV20036,5 g/WAnker PS40040 g/WBluetti PV35042 g/WAnker PS10048 g/WEinhell 40 W57,5 g/W
Gewicht geteilt durch Nennleistung, nach Herstellerangaben aus der Tabelle weiter unten. Je kürzer der Balken, desto weniger trägst du pro Watt. Bei Anker ist das Gewicht aus Pfund umgerechnet, daher rund.
Beispielrechnung

Annahme: Herstellerangaben aus der Tabelle weiter unten. EcoFlow 220 W mit 5,1 kg: 5.100 g ÷ 220 W = rund 23 g/W. Bluetti PV200 mit 7,3 kg: 7.300 g ÷ 200 W = 36,5 g/W. Anker PS100 mit 10,6 lb (rund 4,8 kg): 4.808 g ÷ 100 W = rund 48 g/W. Für dieselbe Leistung trägst du beim Anker PS100 also etwa doppelt so viel Gewicht wie beim leichtesten Modell der Tabelle.

Wie stark sich das gewandelt hat, zeigt EcoFlow selbst: nextpit hat 2024 ein bifaziales EcoFlow-Panel mit 220 W und 9,5 kg getestet. Das aktuelle leichte 220-W-Modell wiegt laut Hersteller nur noch 5,1 kg. Achte auch auf die Maße im gefalteten Zustand: Ein 400-W-Panel ist zusammengeklappt laut Hersteller rund 66 × 97 cm (EcoFlow) oder 91 × 66 cm (Anker) groß.

Leerlaufspannung und Solareingang

Das wichtigste technische Kaufkriterium ist die Leerlaufspannung (Voc, die Spannung des Panels ohne angeschlossenen Verbraucher). Sie muss unter der Höchstspannung des Solareingangs deiner Powerstation bleiben. Bei Kälte steigt die Spannung allerdings: nextpit nennt bei sehr niedrigen Temperaturen einen Anstieg um bis zu 10 bis 15 Prozent und rät zu etwa 10 Prozent Spielraum. Warum das so ist und wie du genau rechnest, erklärt der Artikel Solarpanel an die Powerstation anschließen: Stecker, Spannung, Leistung.

Für die Kaufentscheidung genügt eine einfache Faustregel: Leerlaufspannung mal 1,15 sollte unter der Höchstspannung der Station liegen. Zwei Beispiele mit Herstellerangaben:

Beispielrechnung

Station A: EcoFlow RIVER 3, Solareingang laut Hersteller 11 bis 30 V, höchstens 8 A und 110 W.

EcoFlow 110 W: 23,5 V × 1,15 = rund 27,0 V, das passt. Anker PS100: 28,5 V × 1,15 = rund 32,8 V. Schon mit 10 Prozent Aufschlag sind es rund 31,4 V und damit mehr als 30 V, also zu knapp. Bluetti PV350: 46,5 V liegen schon ohne Kälte weit über 30 V, das Panel ist ungeeignet.

Station B: Bluetti AC180, Solareingang laut Hersteller 12 bis 60 V, höchstens 10 A und 500 W.

Bluetti PV350: 46,5 V × 1,15 = rund 53,5 V, das passt. Zwei Bluetti PV200 in Reihe: 2 × 26,1 V = 52,2 V, mal 1,15 = rund 60,0 V. Das liegt genau an der Grenze und ist damit zu knapp. Anker PS400: Laut Produktseite liegt schon die Leerlaufspannung bei 60 V, für einen 60-V-Eingang bleibt also keine Reserve.

Dasselbe Panel kann also an einer Station gut passen und an einer anderen gefährlich sein. Prüfe deshalb immer beide Datenblätter.

Strom und Leistung

Zu viel Strom oder Leistung ist weniger kritisch, weil die Station dann nur so viel aufnimmt, wie ihr Eingang erlaubt. Ein großes Panel an einem kleinen Eingang ist allerdings verschenktes Geld. Ein Beispiel: Das EcoFlow 220-W-Panel liefert laut Hersteller im besten Arbeitspunkt 11,7 A, die RIVER 3 nimmt aber höchstens 8 A und 110 W auf. Mehr als 110 W kommen also nie an.

Reihe und parallel kurz erklärt

Nach Angaben von nextpit addieren sich in Reihe die Spannungen und parallel die Ströme. Willst du später ein zweites Panel ergänzen, prüfe schon beim Kauf, ob eine der beiden Schaltungen zu deiner Station passt.

Sicherheit

Überschreite nie die maximale Eingangsspannung deiner Powerstation, auch nicht kurz. Halte dich an die Vorgaben im Handbuch von Station und Panel. Baue keine Kabel selbst um. Bei Fragen zur festen Installation am Haus, im Gartenhaus oder im Fahrzeug wende dich an eine Elektrofachkraft.

Stecker und Kabel

Die Hersteller setzen auf unterschiedliche Stecker. nextpit nennt als häufigste Standards MC4, XT60, DC8020 und die Familie aus DC7909, Anderson und APP. Bei den Beispielmodellen sieht das laut Herstellern so aus:

  • MC4 (verriegelbarer Solarstecker, Standard bei vielen Panels): Bluetti PV200 und PV350, Anker PS100 und PS400.
  • XT60 bzw. XT60i (gelber Rechteckstecker): EcoFlow 110 W, 220 W und 400 W, jeweils mit fest angebrachtem Kabel.
  • DC8020 (8-mm-Rundstecker): Jackery SolarSaga 200 W und SolarSaga 100 Air, jeweils mit beigelegtem Adapter auf DC7909.
  • Anderson (flacher, gleichgeschlechtlicher Stecker): laut promobil zum Beispiel an der Carbest-Solartasche.

Passt der Stecker nicht direkt, brauchst du ein Adapterkabel. Kauf es fertig und achte auf die richtige Polarität (Plus und Minus). Welcher Adapter zu welcher Station passt, zeigt der Artikel Solarpanel anschließen.

Kabellänge nicht vergessen

promobil hält beim Camping 3 m Kabel für das Minimum und 7,5 m für ideal, etwa wenn das Fahrzeug im Schatten steht und das Panel in der Sonne. Mehrere Modelle im Test bekamen Abzüge für zu kurze Kabel oder Verlängerungen. Frag vor dem Kauf, wie lang das fest angebrachte Kabel ist und ob eine Verlängerung beiliegt.

Noch ein Hinweis zum Laderegler: Eine Powerstation hat ihn bereits eingebaut. Willst du mit dem Panel dagegen eine Bordbatterie im Wohnmobil laden, brauchst du laut promobil einen separaten Solarladeregler, und nur eines der zehn Testmodelle hatte einen dabei.

IP-Schutz und Wetterfestigkeit

Die Schutzart steht als IP-Code im Datenblatt. Laut heise steht die erste Ziffer für den Schutz gegen Staub und Fremdkörper, die zweite für den Schutz gegen Wasser. Für Panels sind diese Stufen typisch:

SchutzartBedeutung laut heise
IPX4Staubschutz nicht geprüft, Schutz gegen Spritzwasser aus allen Richtungen
IP65staubdicht, Schutz gegen Strahlwasser
IP67staubdicht, Schutz gegen kurzes Untertauchen
IP68staubdicht, Schutz gegen dauerhaftes Untertauchen

Lies genau, worauf sich die Angabe bezieht. Bluetti schreibt bei PV200 und PV350 ausdrücklich, dass IP65 für die Anschlussdose gilt. EcoFlow nennt für das 110-W-, 220-W- und 400-W-Panel IP68, Anker für PS100 und PS400 IP67, Jackery für die SolarSaga 200 W und die SolarSaga 100 Air IP68.

Im promobil-Test waren mehrere Solartaschen nicht regenfest. Zwei Modelle mit IP44 bewertete die Redaktion als nur spritzwassergeschützt und für Regen nicht ausreichend. Soll das Panel bei wechselhaftem Wetter draußen bleiben, achte darauf, dass das ganze Panel mindestens IP65 hat. Die Powerstation gehört trotzdem ins Trockene.

Sicherheit

Eine hohe Schutzart des Panels macht Stecker und Adapter nicht automatisch wasserdicht. Trockne nasse Stecker, bevor du sie verbindest. Bei Gewitter und Sturm baue das Panel ab. Beachte die Hinweise im Handbuch deines Panels.

USB-Ausgänge direkt am Panel

Manche Panels haben USB-Buchsen, über die du Handy oder Powerbank direkt laden kannst, ganz ohne Powerstation. Die Leistung ist aber begrenzt:

  • Die Jackery SolarSaga 200 W hat laut Hersteller einen USB-A-Ausgang mit 5 V und 2,4 A (12 W) und einen USB-C-Ausgang mit 5 V und 3 A (15 W).
  • Das Einhell-Panel mit 40 W liefert laut Galaxus über USB-C höchstens 30 W und über USB-A höchstens 18 W.
  • Für die RIVER 3 nennt EcoFlow zusätzlich ein 45-W-Panel mit USB-C, das sich auf Laptopgröße falten lässt.

Ziehen Wolken auf, sinkt auch die Leistung am USB-Ausgang: Galaxus maß beim Einhell-Panel unter Wolken nur noch rund 19 W, im Abendlicht 3 bis 4 W. Zum Laden einer Powerstation spielen die USB-Ausgänge keine Rolle.

Ständer und Ausrichtung

Ein faltbares Panel bringt nur dann viel, wenn es schräg zur Sonne steht. Die Stiftung Warentest rät, das Panel über den Tag immer wieder nach der Sonne auszurichten, und dafür braucht es stabile, verstellbare Ständer.

  • EcoFlow nennt für das 110-W- und 220-W-Panel einen integrierten Ständer von 30 bis 60 Grad, für das 400-W-Panel drei Stufen mit 30, 45 und 60 Grad. Dazu gibt es eine Winkelhilfe zum Ausrichten.
  • Anker nennt beim PS100 Winkel von 30, 40, 50 oder 80 Grad, beim PS400 40, 50 oder 60 Grad.
  • Jackery nennt bei der SolarSaga 100 Air einen Aluminium-Ständer und Ösen für Heringe. promobil lobt bei der SolarSaga 200 W eine kleine Zielscheibe zum Ausrichten.

Im promobil-Test bemängelte die Redaktion bei mehreren Modellen kurze Ständer oder zu wenige Stützen. Kurze Ständer zwingen das Panel in einen flachen Winkel, und das kostet Ertrag. Beim EcoFlow 160-W-Panel diente laut techtest die Tasche als Ständer, was die Tester umständlich fanden.

Größenklassen mit Beispielmodellen

Welche Größe passt, hängt vor allem vom Solareingang deiner Powerstation ab. Ein Panel, das deutlich über der maximalen Eingangsleistung liegt, lädt nicht schneller. Die RIVER 3 nimmt laut EcoFlow höchstens 110 W, die Bluetti AC180 laut Bluetti bis 500 W. Wie groß die Station für deinen Zweck sein sollte, zeigt Welche Powerstation fürs Camping?. Wenn du noch unsicher bist, hilft der Kaufberater.

Die Tabelle zeigt eine Auswahl ohne Rangfolge mit Herstellerangaben (Stand 04.10.2026). Das Gewicht pro Watt haben wir selbst berechnet.

ModellNennleistung (Wp)Gewicht (kg)Gewicht pro Watt (g/W)Voc (V)SteckerSchutzart
Bis 100 W: für kleine Stationen, Powerbanks und leichtes Gepäck
Einhell 40 W (Angaben laut Galaxus-Test)402,357,5keine AngabeUSB-C, USB-A, XT60IPX4
Jackery SolarSaga 100 Air1003,232auf Produktseite nicht genanntDC8020, Adapter auf DC7909IP68
Anker SOLIX PS100100rund 4,8 (10,6 lb)rund 4828,5MC4IP67
EcoFlow 110 W Leichtes Tragbares Solarpanel1103,33023,5XT60iIP68
100 bis 220 W: für mittlere Stationen, Camping und Garten
Jackery SolarSaga 200 W2006,532,522DC8020, Adapter auf DC7909IP68
Bluetti PV2002007,336,526,1MC4IP65 (Anschlussdose)
EcoFlow 220 W Leichtes Solarpanel2205,1rund 2321,4XT60IP68
Ab 300 W: für große Stationen mit breitem Spannungsbereich
Bluetti PV35035014,74246,5MC4IP65 (Anschlussdose)
EcoFlow 400 W Leichtes Tragbares Solarpanel400rund 10,225,539,3XT60IP68
Anker SOLIX PS40040015,9rund 4060MC4IP67

So liest du die Tabelle

  • Bis 100 W: Die Leerlaufspannung der Beispiele liegt zwischen 23,5 und 28,5 V. Beim Anker PS100 wird es an Eingängen bis 30 V knapp, siehe Rechnung oben.
  • 100 bis 220 W: Die drei Beispiele liegen zwischen 21,4 und 26,1 V. Zwei davon in Reihe ergeben 42,8 bis 52,2 V, bei zwei PV200 wird es selbst an einem 60-V-Eingang knapp.
  • Ab 300 W: Diese Panels haben 39 bis 60 V Leerlaufspannung, damit scheiden kleine Stationen mit 30-V-Eingang aus.

Ob sich ein großes Panel für dich lohnt, kannst du mit dem Solar-Rechner abschätzen. Suchst du ein Panel in einer bestimmten Klasse, kannst du nach faltbaren Solarpanels mit 100 W und ETFE-Oberfläche* oder nach faltbaren 200-W-Panels mit MC4-Stecker* suchen. Gleiche vorher die Voc mit deiner Station ab.

Ein faltbares Panel ist für unterwegs gedacht. Soll ein Panel dauerhaft am Balkon hängen und mit einem Speicher zusammenarbeiten, gelten andere Regeln, die der Artikel Powerstation und Balkonkraftwerk: Speicher, Einspeisung, Regeln erklärt.

Typische Fehler beim Kauf

  1. Nur auf die Wattzahl schauen. Im promobil-Test lieferten Panels mit gleicher Nennleistung sehr unterschiedliche Erträge. Such nach unabhängigen Tests des konkreten Modells.
  2. Die Leerlaufspannung nicht prüfen. Ein Panel mit 46,5 V wie das Bluetti PV350 passt nicht an einen Eingang bis 30 V. Rechne Voc mal 1,15 und vergleiche das Ergebnis mit der Höchstspannung.
  3. Mehr Watt kaufen, als der Eingang aufnimmt. Ein 220-W-Panel an der RIVER 3 lädt laut Datenblatt höchstens mit 110 W.
  4. Stecker und Adapter vergessen. Jackery nutzt DC8020, EcoFlow XT60, Bluetti und Anker MC4. Kläre, ob ein Adapter beiliegt.
  5. Der IP-Angabe blind vertrauen. Gilt IP65 nur für die Anschlussdose, ist das Panel nicht unbedingt regenfest. Zwei Taschen mit IP44 hielten laut promobil keinen Regen aus.
  6. Das Gewicht unterschätzen. Die 400-W-Beispiele wiegen laut Hersteller zwischen 10,2 und 15,9 kg. Für Wanderungen oder Radtouren sind sie zu schwer.
  7. Ein zu kurzes Kabel wählen. promobil hält 3 m für das Minimum.
  8. Garantiebedingungen übersehen. Lies vor dem Kauf eines Fremdpanels die Garantiebedingungen deiner Station. Was Jackery, Bluetti und Anker zu fremdem Zubehör schreiben, steht im Artikel zum Anschließen.

Häufige Fragen

Wie viel Watt liefert ein 200-W-Panel wirklich?

In den Tests von nextpit kamen 200-W-Panels bei guter Sonne auf 147 bis 172 W, im Tagesmittel ist es weniger. Bei 200-W-Taschen maß promobil im Mai an einem sonnigen Tag einen Tagesertrag zwischen 870 und 1.250 Wh.

Ist ETFE wirklich besser als PET?

Laut promobil und Herstellern ist ETFE robuster und wetterfester. Die Angaben zur Lebensdauer gehen auseinander: Coulee Energy nennt bis zu 10 Jahre für ETFE und etwa 5 Jahre für PET, solar.red 10 bis 15 gegen 2 bis 5 Jahre. Unabhängige Langzeittests dazu haben wir nicht gefunden.

Passt jedes faltbare Panel an meine Powerstation?

Nein. Die Leerlaufspannung muss mit Reserve unter der Höchstspannung des Solareingangs bleiben, und der Stecker muss direkt oder per Adapter passen. Die Leerlaufspannungen der Beispielmodelle reichen von 21,4 bis 60 V. Details stehen im Artikel zum Anschließen.

Lohnt sich ein bifaziales Panel?

Es kann etwas mehr liefern, wenn Licht vom Boden auf die Rückseite fällt. EcoFlow nennt für sein 220-W-Panel 243 W unter BNPI, also rund 10 Prozent mehr. Für den Vergleich zählt aber immer der STC-Wert.

Darf das Panel im Regen draußen bleiben?

Nur wenn das ganze Panel eine passende Schutzart hat, etwa IP67 oder IP68. Bei manchen Modellen gilt die Angabe nur für die Anschlussdose. Stecker, Adapter und Powerstation gehören ins Trockene.

Quellen

  1. Sonnenenergie zum Mitnehmen: 10 faltbare Solartaschen fürs Wohnmobil im Test, promobil, abgerufen am 04.10.2026
  2. Kaufberatung: Das ist bei faltbaren Solarpanels wichtig, nextpit, abgerufen am 04.10.2026
  3. Wie Powerstation mit Solarpanel verbinden: Anleitung, nextpit, abgerufen am 04.10.2026
  4. Test: Das EcoFlow 160W Solarpanel, faltbar aber mit Standard-Anschlüssen, techtest, abgerufen am 04.10.2026
  5. Solarpanel von Einhell im Test, Galaxus, abgerufen am 04.10.2026
  6. Powerstations im Test: Steckdosen für unterwegs, Stiftung Warentest, abgerufen am 04.10.2026
  7. Solarpanels auf dem Wohnmobil: Wann sich das Nachrüsten lohnt, ADAC, abgerufen am 04.10.2026
  8. Standard Test Conditions (STC): definition and problems, Sinovoltaics, abgerufen am 04.10.2026
  9. IP68: Das bedeutet die Schutzart, heise online, abgerufen am 04.10.2026
  10. ETFE Thickness in Flexible Solar Panels: Which Option Is Right for You?, Coulee Energy, abgerufen am 04.10.2026
  11. Flexible Solarmodule, solar.red, abgerufen am 04.10.2026
  12. EcoFlow 110 W Leichtes Tragbares Solarpanel, EcoFlow, abgerufen am 04.10.2026
  13. EcoFlow 220 W Solarpanel, EcoFlow, abgerufen am 04.10.2026
  14. EcoFlow 400 W Leichtes Tragbares Solarpanel, EcoFlow, abgerufen am 04.10.2026
  15. EcoFlow RIVER 3, EcoFlow, abgerufen am 04.10.2026
  16. Jackery SolarSaga 200W Solar Panel, Jackery, abgerufen am 04.10.2026
  17. Jackery SolarSaga 100 Air, Jackery, abgerufen am 04.10.2026
  18. Anker SOLIX PS100 Portable Solar Panel, Anker SOLIX, abgerufen am 04.10.2026
  19. Anker SOLIX PS400 Portable Solar Panel, Anker SOLIX, abgerufen am 04.10.2026
  20. BLUETTI PV200 Solar Panel, Bluetti, abgerufen am 04.10.2026
  21. BLUETTI PV350 Solar Panel, Bluetti, abgerufen am 04.10.2026
  22. BLUETTI AC180 Portable Power Station, Bluetti, abgerufen am 04.10.2026