Powerbank im Alltag: Wie viel Kapazität brauchst du wirklich?
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Den meisten reicht im Alltag eine Powerbank mit 10.000 mAh, die ein aktuelles Smartphone etwa ein- bis zweimal voll lädt. Fürs Wochenende, auf Reisen oder bei einem Stromausfall passen eher 20.000 mAh. Achte dann zusätzlich auf Wattstunden und Ladeleistung.
- Die mAh-Angabe bezieht sich auf die Akkuzellen mit 3,6 bis 3,7 V. Nach Angaben mehrerer Quellen kommen davon im Handy grob 65 bis 75 Prozent an.
- Eine 10.000-mAh-Powerbank lädt ein iPhone 17 rechnerisch etwa 1,7- bis 1,9-mal, ein großes Modell wie das Galaxy S25 Ultra etwa 1,2- bis 1,4-mal.
- Für Laptops brauchst du USB-C Power Delivery mit meist 45 bis 65 W und eher 20.000 mAh oder mehr.
- Vergleiche Powerbanks nach Wattstunden (Wh). Verspricht eine Powerbank 50.000 mAh, kostet und wiegt aber wenig, ist Skepsis angebracht.
- Zum Lagern empfehlen Behörden und Prüfer einen mittleren Ladestand und regelmäßiges Nachladen.
Rechne aus, wie oft deine Powerbank dein Handy lädt: Ladungen-Rechner.
mAh und Wh: Was die Zahl auf der Powerbank bedeutet
Auf fast jeder Powerbank prangt eine große Zahl in mAh (Milliamperestunden). Sie beschreibt eine Ladungsmenge und verrät erst zusammen mit der Spannung, wie viel Energie wirklich drinsteckt. Diese Energie misst man in Wattstunden (Wh).
Laut dem Testportal Techtest bezieht sich die mAh-Angabe bei Powerbanks auf die Nennspannung der Lithium-Ionen-Zellen im Inneren, meist 3,6 oder 3,7 V. Am USB-Ausgang liegen dagegen mindestens 5 V an, beim Schnellladen auch 9 V, 15 V oder 20 V. Dafür sorgt ein Spannungswandler in der Powerbank.
Die Umrechnung lautet: Wh = mAh × Volt ÷ 1.000. Wie das genau funktioniert, erklärt auch der Artikel Watt und Wattstunden einfach erklärt.
Rechnung mit 3,7 V Zellspannung: 5.000 mAh × 3,7 V ÷ 1.000 = 18,5 Wh. 10.000 mAh ergeben 37 Wh, 20.000 mAh ergeben 74 Wh. Genau diese 18,5 Wh druckt Anker laut Techtest auf seine PowerCore 5000. Rechnest du die 37 Wh einer 10.000-mAh-Powerbank auf die 5 V am USB-Ausgang um, bleiben nur noch 7.400 mAh übrig. Die Energie bleibt dieselbe, nur die Bezugsspannung ändert sich.
Für einen Vergleich ist die Wh-Angabe deshalb ehrlicher. Meist steht sie klein auf der Rückseite oder im Datenblatt. Für Flugreisen ist sie ohnehin entscheidend, mehr dazu im Artikel Powerbank im Flugzeug, was ist erlaubt?.
Wie viel davon kommt beim Handy an?
Keine Powerbank gibt ihre volle Nennenergie ab, und Techtest nennt dafür drei Gründe. Erstens kostet das Hochwandeln von 3,7 V auf 5 V oder mehr Energie, die als Wärme verloren geht. Zweitens verbrauchen Schutzschaltung, Anzeige und LEDs selbst etwas Strom. Drittens entladen manche Hersteller die Zellen absichtlich nicht ganz, um sie zu schonen.
Im Handy selbst kommt ein zweiter Verlust dazu, denn auch das Smartphone wandelt die Spannung für seinen Akku um und wird dabei warm. Am Ende steckt also weniger im Handyakku, als die Powerbank am Ausgang abgegeben hat.
Was die Quellen sagen
Die Zahlen gehen auseinander, weil die Quellen Unterschiedliches messen:
- Stiftung Warentest hat Anfang 2026 insgesamt 24 Powerbanks geprüft. Die Modelle mit rund 10.000 mAh gaben 28,5 bis 35,8 Wh ab, die mit rund 20.000 mAh 58,3 bis 69,9 Wh. Gemessen wurde am Ausgang der Powerbank.
- Techtest kam bei vielen getesteten Modellen im Schnitt auf gut 85 Prozent der Herstellerangabe, je nach Entladestrom zwischen etwa 79 und 88 Prozent. Auch hier wurde am Ausgang gemessen.
- Anker schreibt in seinem Ratgeber, dass meist 65 bis 75 Prozent der Nennkapazität nutzbar sind. Dieselbe Spanne nennt das Magazin t3n.
- TÜV SÜD wird von ingenieur.de mit 70 bis 80 Prozent nutzbarer Kapazität zitiert.
- Macwelt und PC-Welt nennen 63 Prozent bei 5 V, rechnen dabei aber in mAh bei 5 V. Ein Teil des Unterschieds geht also nur auf die andere Bezugsspannung zurück (3,7 ÷ 5 = 74 Prozent) und ist kein echter Energieverlust.
Die Quellen widersprechen sich also nur scheinbar, denn der Unterschied erklärt sich weitgehend durch Messpunkt und Einheit. Am Ausgang der Powerbank kommen bei guten Modellen oft 80 bis 90 Prozent der Energie heraus. Im Handyakku landen nach weiteren Ladeverlusten eher 65 bis 75 Prozent. Mit dieser Spanne rechnen wir unten.
Annahme: Powerbank mit 10.000 mAh bei 3,7 V, davon 65 bis 75 Prozent nutzbar. 37 Wh × 0,65 = rund 24 Wh. 37 Wh × 0,75 = rund 28 Wh. So viel Energie landet im Beispiel tatsächlich im Handyakku. Bei 20.000 mAh sind es entsprechend rund 48 bis 56 Wh.
Wie oft lädt eine Powerbank dein Smartphone?
Dafür brauchst du die Akkugröße deines Handys. Seit es das EU-Energielabel gibt, nennt auch Apple Werte für das iPhone. Samsung und Google geben die Kapazität in mAh im Datenblatt an.
| Smartphone | Akku (mAh) | Akku (Wh) | Quelle |
|---|---|---|---|
| iPhone 17 | 3.692 | 14,4 | Macwelt, Notebookcheck (EU-Energielabel) |
| iPhone 17 Pro Max | 4.823 | 18,7 | Macwelt |
| Samsung Galaxy S25 | 4.000 | ca. 15,4* | Samsung Newsroom |
| Samsung Galaxy S25 Ultra | 5.000 | ca. 19,3* | Samsung Newsroom |
| Google Pixel 10 | 4.970 (typisch) | ca. 19,1* | Google Store |
* Samsung und Google nennen keine Wh, deshalb rechnen wir mit 3,85 V Zellspannung. Das liegt nahe an dem Verhältnis, das sich aus Apples Wh- und mAh-Werten ergibt (knapp 3,9 V). Notebookcheck nennt für das iPhone 17 Pro Max in der eSIM-Version 5.088 mAh, Macwelt und das EU-Label 4.823 mAh. Je nach Variante können die Werte also leicht abweichen.
Wichtig: Moderne Handyakkus haben eine etwas höhere Zellspannung als die 3,7 V der Powerbank. Deshalb kannst du die mAh-Werte von Handy und Powerbank nicht einfach durcheinander teilen. Rechne besser mit Wh.
Rechnerische Ladungen nach Powerbank-Größe
Die Tabelle zeigt, wie oft eine Powerbank das Handy von leer auf voll laden könnte. Grundlage sind die oben hergeleiteten 65 bis 75 Prozent nutzbare Energie. Es handelt sich um ein Rechenbeispiel: Im Alltag lädst du selten von 0 auf 100 Prozent, und ein Handy, das du beim Laden benutzt, braucht mehr.
| Smartphone | 5.000 mAh (18,5 Wh) | 10.000 mAh (37 Wh) | 20.000 mAh (74 Wh) |
|---|---|---|---|
| iPhone 17 (14,4 Wh) | 0,8 bis 1,0 | 1,7 bis 1,9 | 3,4 bis 3,9 |
| Galaxy S25 (ca. 15,4 Wh) | 0,8 bis 0,9 | 1,6 bis 1,8 | 3,1 bis 3,6 |
| iPhone 17 Pro Max (18,7 Wh) | 0,6 bis 0,7 | 1,3 bis 1,5 | 2,6 bis 3,0 |
| Pixel 10 (ca. 19,1 Wh) | 0,6 bis 0,7 | 1,3 bis 1,5 | 2,5 bis 2,9 |
| Galaxy S25 Ultra (ca. 19,3 Wh) | 0,6 bis 0,7 | 1,2 bis 1,4 | 2,5 bis 2,9 |
iPhone 17 mit 14,4 Wh an einer 10.000-mAh-Powerbank: 37 Wh × 0,65 ÷ 14,4 Wh = rund 1,7 Ladungen. Mit 0,75 statt 0,65: 37 × 0,75 ÷ 14,4 = rund 1,9 Ladungen. Für das Galaxy S25 Ultra mit rund 19,3 Wh: 37 × 0,65 ÷ 19,3 = rund 1,2 Ladungen.
Die Werte passen grob zu den Angaben von Stiftung Warentest. Dort heißt es, eine volle Powerbank könne ein Smartphone je nach Gerät zwei- bis fünfmal laden. Die obere Grenze gilt für große 20.000-mAh-Modelle und kleinere Handys.
Laptop laden: Kapazität und Leistung
Bei Laptops kommt es auf zwei Dinge an: genug Energie und genug Leistung. Laptopakkus sind deutlich größer als Handyakkus, und die Hersteller geben ihre Kapazität meist direkt in Wh an.
| Laptop | Akku (Wh) | Netzteil laut Hersteller (W) | Ladungen mit 20.000 mAh (58 bis 70 Wh nutzbar) |
|---|---|---|---|
| MacBook Air 13" (M5) | 53,8 | mind. 30, empfohlen 70 | ca. 1,1 bis 1,3 |
| Lenovo ThinkPad T14 Gen 5 | 52,5 (oder 39,3) | 45 oder 65 | ca. 1,1 bis 1,3 |
| MacBook Pro 14" (M5) | 72,4 | 60 bis 96 | ca. 0,8 bis 1,0 |
| MacBook Pro 16" | ca. 100 | 140 | ca. 0,6 bis 0,7 |
Für die letzte Spalte haben wir die Werte von Stiftung Warentest verwendet: 58,3 bis 69,9 Wh abgegebene Energie bei den 20.000-mAh-Modellen. Weil der Laptop beim Laden selbst noch etwas verliert, liegen die echten Zahlen eher am unteren Rand. Das passt zu Stiftung Warentest, die für große Powerbanks etwa eine volle Notebookladung nennt.
MacBook Air 13" mit 53,8 Wh an einer Powerbank, die 58,3 Wh abgibt: 58,3 ÷ 53,8 = rund 1,08 Ladungen. Bei 69,9 Wh: 69,9 ÷ 53,8 = rund 1,3 Ladungen. Mit einer 10.000-mAh-Powerbank (37 Wh × 0,7 = rund 26 Wh) schaffst du nur knapp eine halbe Ladung.
Welche Leistung braucht der Laptop?
Laptops laden über USB-C mit USB Power Delivery (kurz USB PD, ein Ladestandard, bei dem Ladegerät und Gerät die passende Spannung aushandeln). Anker nennt für normale Ultrabooks 45 bis 65 W. TÜV SÜD empfiehlt für Tablets und Notebooks Powerbanks mit 30, 45 oder 65 W.
Liefert die Powerbank weniger Watt als das Netzteil, lädt der Laptop langsamer. Bei sehr geringer Leistung reicht es unter Last womöglich nur, um den Akkustand zu halten. Ein MacBook Pro 16" mit 140-W-Netzteil kannst du an einer 65-W-Powerbank zwar betreiben, aber nicht schnell laden.
Schau auf dein Laptop-Netzteil. Stehen dort zum Beispiel 65 W und USB-C, sollte die Powerbank am USB-C-Ausgang ebenfalls 65 W liefern. Nutze außerdem ein Kabel, das für diese Leistung ausgelegt ist. Für die vollen 100 W bei 20 V brauchst du laut USB-IF ein Kabel für 5 A.
Lädst du den Laptop über die 230-V-Steckdose einer Powerstation, kostet das laut Anker zusätzlich 10 bis 20 Prozent Energie, weil der Strom zweimal umgewandelt wird. Direkt per USB-C zu laden ist effizienter.
Ladeleistung: USB PD, PPS und Qi2
Die Kapazität bestimmt, wie oft du laden kannst, die Ladeleistung in Watt, wie schnell das geht. Stiftung Warentest hat Powerbanks mit 18 bis 200 W Höchstleistung geprüft, wobei viele Modelle ihre Maximalleistung nicht lange durchhalten.
USB Power Delivery
USB PD ist der gängige Standard für Schnellladen über USB-C. Laut USB-IF, dem Verband hinter USB, sind damit bis 100 W bei 20 V möglich. Neuere Versionen (USB PD 3.1) erlauben bis zu 240 W. Für Handys reichen deutlich kleinere Werte: Laut ingenieur.de hält TÜV SÜD bei Smartphones 18 bis 30 W für sinnvoll.
PPS
PPS (Programmable Power Supply) ist eine Erweiterung von USB PD. Dabei stellt das Ladegerät die Spannung in feinen Schritten ein, statt nur feste Stufen wie 5 V oder 9 V anzubieten. Laut Techtest laden vor allem Samsung-Galaxy-Modelle und viele Pixel nur mit PPS in voller Geschwindigkeit. Samsung nennt für das S25+ und S25 Ultra 45 W, für das S25 25 W. Google spricht beim Pixel 10 ausdrücklich von einem 30-W-Ladegerät mit PPS.
Hast du ein Samsung- oder Pixel-Handy, achte im Datenblatt der Powerbank auf den Hinweis PPS. Sonst lädt das Handy zwar, aber langsamer.
Qi2 und kabelloses Laden
Qi2 ist der Standard für kabelloses Laden mit Magneten, die Handy und Ladespule genau ausrichten. Laut dem Wireless Power Consortium liefert Qi2 bis 15 W, die neuere Stufe Qi2 25W bis 25 W. Das Pixel 10 lädt nach Angaben von Google mit Qi2 bis 15 W.
Das ist praktisch, weil du kein Kabel brauchst. Stiftung Warentest weist aber darauf hin, dass beim induktiven Laden mehr Energie als Wärme verloren geht als beim Laden per Kabel. Eine kabellose Powerbank schafft also weniger Ladungen, als die Tabelle oben zeigt.
Was wirklich schneller macht
- Passender Standard: Powerbank und Handy müssen dasselbe Verfahren beherrschen (USB PD, bei Samsung und Pixel mit PPS).
- Genug Watt: Mehr Watt, als das Handy annehmen kann, bringen allerdings nichts: Ein S25 mit 25 W lädt an einer 100-W-Powerbank nicht schneller.
- Kabel statt kabellos: Per USB-C geht es meist schneller und mit weniger Verlust.
- Ein Gerät statt mehrere: Hängen mehrere Geräte an der Powerbank, teilt sie ihre Leistung auf. Bei der Anker Nano mit 30 W sind es nach Herstellerangaben zusammen nur 24 W.
Wie schnell ist die Powerbank selbst wieder voll?
Oft übersehen wird die Eingangsleistung, also wie viel Watt die Powerbank selbst beim Laden aufnehmen kann. Gerade bei großen Modellen macht das schnell viele Stunden aus. Die Werte stammen aus Herstellerangaben und Einzeltests:
| Modell | Kapazität (mAh / Wh) | Eingang (W) | Ladezeit | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| Anker Nano A1259 | 10.000 / 37 | 30 | ca. 45 min bis 50 % | Anker |
| Anker Powerbank A1647 | 20.000 / 74 | ca. 19 | ca. 5,5 h voll | Techtest |
| Anker Prime 20.000 mAh | 20.000 / 72 | bis 100 | ca. 1 h 23 min voll | Techtest |
Die beiden 20.000-mAh-Modelle speichern etwa gleich viel Energie, das eine braucht zum Aufladen aber rund viermal so lange. Lädt die Powerbank über Nacht, ist das im Alltag egal. Auf Reisen mit kurzen Ladepausen ist ein starker Eingang dagegen viel wert.
Dazu brauchst du allerdings ein passendes USB-C-Netzteil, denn eine Powerbank mit 100-W-Eingang lädt an einem 20-W-Handynetzteil nur mit höchstens 20 W.
Gewicht und Kapazität
Mehr Kapazität bedeutet mehr Akkuzellen und damit mehr Gewicht. Wie viel mehr, hängt auch von der Ausstattung ab: Hohe Ladeleistung, Display, integrierte Kabel oder sogar eine Steckdose machen die Powerbank schwerer.
| Modell | Energie (Wh) | Gewicht (g) | Gramm pro Wh | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| Anker Nano A1259 (10.000 mAh, mit Kabel) | 37 | 215 | ca. 5,8 | Anker |
| Anker A1647 (20.000 mAh, 22,5 W) | 74 | 346 | ca. 4,7 | Techtest |
| Anker Prime (20.000 mAh, 200 W) | 72 | 517 | ca. 7,2 | Techtest |
| RAVPower 27.000 mAh mit Steckdose | 99,9 | 850 | ca. 8,5 | Smartzone |
Aus diesen Beispielen ergibt sich eine grobe Orientierung: Eine 10.000-mAh-Powerbank wiegt etwa so viel wie ein Smartphone (ein Galaxy S25 laut Samsung 162 g, ein Pixel 10 laut Google 204 g). Eine 20.000-mAh-Powerbank liegt eher bei 350 bis 500 g. Für die Hosentasche ist das zu schwer, für den Rucksack kein Problem.
Selbstentladung, Lagerung und Alterung
Selbstentladung
Auch wenn du sie nicht benutzt, verliert eine Powerbank langsam Ladung. Das nennt man Selbstentladung. Laut Battery University, einem Fachportal des Batterieherstellers Cadex, verlieren Lithium-Ionen-Akkus in den ersten 24 Stunden etwa 5 Prozent und danach 1 bis 2 Prozent pro Monat. Die Schutzschaltung kann zusätzlich bis zu 3 Prozent pro Monat verbrauchen, und Wärme beschleunigt das deutlich.
Stiftung Warentest prüft deshalb, wie viel Energie nach 28 Tagen bei 40 °C noch übrig ist. Die genauen Ergebnisse stehen hinter der Bezahlschranke.
Richtig lagern
Für die Lagerung gibt es leicht unterschiedliche Empfehlungen. TÜV SÜD nennt einen Ladestand zwischen 20 und 80 Prozent. Das Umweltbundesamt verweist für eine längere Lagerung auf Herstellerangaben von etwa 40 bis 50 Prozent. Die Temperatur sollte bei 10 bis 25 °C liegen. Beides läuft auf dasselbe hinaus: weder ganz voll noch ganz leer, dazu kühl und trocken.
Stiftung Warentest rät, gelagerte Powerbanks ab und zu nachzuladen, weil die Selbstentladung den Akku sonst über die Jahre tief entladen und schädigen kann. Wer eine Powerbank für den Notfall bereithält, sollte den Ladestand regelmäßig prüfen, etwa beim Kontrolltermin aus der Notstrom-Checkliste.
Alterung und Ladezyklen
Ein Ladezyklus entspricht einer vollen Ladung und Entladung, auch wenn sie sich auf mehrere Teilladungen verteilt. Nach Angaben von Battery University schaffen typische Lithium-Ionen-Zellen bei voller Ladung etwa 300 bis 500 Zyklen, bevor die Kapazität spürbar sinkt. Auch TÜV SÜD weist laut ingenieur.de darauf hin, dass die Kapazität nach einigen hundert Zyklen nachlässt.
Für die Wahl der Größe heißt das: Plane etwas Reserve ein, denn nach zwei, drei Jahren täglicher Nutzung schafft dieselbe Powerbank weniger Ladungen als am Anfang.
Das Umweltbundesamt rät, Akkus nur mit passenden Ladegeräten zu laden. Bleib beim Laden in der Nähe, lade nicht nachts, während du schläfst, und wähle einen Ort mit Rauchmelder, fern von brennbaren Materialien. Aufgeblähte, verformte oder beschädigte Powerbanks solltest du nicht weiter benutzen und über eine Sammelstelle entsorgen, nie über den Hausmüll. Laut TÜV SÜD können fehlende Schutzschaltungen im schlimmsten Fall zu Überhitzung oder Brand führen.
Welche Kapazität passt zu dir?
Die folgenden Empfehlungen ergeben sich aus den Rechnungen oben sowie den Hinweisen von TÜV SÜD und Anker. Sie sind als Richtwerte gedacht und keine Garantie.
| Nutzertyp | Kapazität (mAh / Wh) | Ladeleistung (W) | Worauf achten |
|---|---|---|---|
| Tagesreserve (Handy reicht nicht bis abends) | 5.000 bis 10.000 / 18,5 bis 37 | ab 20, USB PD | leicht, klein, evtl. mit Kabel oder Qi2 |
| Wochenende, Festival, Wandern | 10.000 bis 20.000 / 37 bis 74 | 20 bis 30 | 2 Handys oder 2 bis 3 Tage, Gewicht im Blick |
| Reise mit Tablet oder Laptop | 20.000 bis 27.000 / 74 bis unter 100 | 45 bis 65 (oder mehr) | unter 100 Wh fürs Handgepäck, starker Eingang |
| Notfallreserve für Stromausfall | 20.000 oder mehrere Powerbanks | ab 20 | regelmäßig nachladen, kühl lagern |
Tagesreserve: TÜV SÜD hält 5.000 bis 10.000 mAh für gelegentliches Nachladen des Smartphones für passend. Mit 5.000 mAh schaffst du bei großen Handys laut Tabelle oben aber nur gut eine halbe Ladung, deshalb sind 10.000 mAh für die meisten der bessere Kompromiss.
Wochenende: Mit 20.000 mAh lädst du ein iPhone 17 rechnerisch drei- bis knapp viermal, das reicht auch für zwei Personen übers Wochenende.
Reise: Für Laptops brauchst du 20.000 mAh oder mehr und ausreichend Watt. Achte dabei auf die 100-Wh-Grenze: 27.000 mAh bei 3,7 V entsprechen 99,9 Wh und liegen damit knapp darunter. Was im Flugzeug gilt, erklärt der Artikel Powerbank im Flugzeug, was ist erlaubt?.
Notfall: Bei einem Stromausfall hält eine 20.000-mAh-Powerbank ein Handy einige Tage am Laufen, wenn du sparsam bist. Für Router, Licht oder Kühlschrank ist sie zu klein, dafür brauchst du eine Powerstation, siehe Powerbank oder Powerstation, was passt wann?.
Die Preise schwanken stark. Vergleiche deshalb über ein Preisvergleichsportal und achte auf Wh-Angabe, Leistung und Prüfzeichen. Einen Überblick bekommst du zum Beispiel über Powerbanks mit 10.000 mAh und USB-C PD* oder Powerbanks mit 20.000 mAh für Laptops*.
Vorsicht bei unrealistischen Kapazitätsangaben
Bei sehr günstigen Powerbanks unbekannter Hersteller stimmt die Kapazität oft nicht. Mehrere Tests belegen das:
- Die australische Verbraucherorganisation CHOICE hat eine namenlose Powerbank von eBay mit angeblich 50.000 mAh gemessen. Das 138 g leichte Gerät lieferte nur 2.251 mAh, also rund 4,5 Prozent der Angabe.
- Techtest hat eine Kovol-Powerbank mit angegebenen 50.000 mAh für unter 40 Euro geprüft. Gemessen wurden rund 59,5 Wh, etwa ein Drittel dessen, was 50.000 mAh bei 3,7 V ergeben würden (185 Wh).
- Macwelt fand bei drei Billigmodellen mit 20.000 bis 27.000 mAh nur 29 bis 35 Prozent nutzbare Kapazität. Gute Markenmodelle kamen in derselben Rechnung auf 73 bis 79 Prozent.
- Auch bei bekannten Händlern bist du nicht automatisch auf der sicheren Seite. Stiftung Warentest maß 2022 bei einer Conrad-Powerbank mit 20.100 mAh umgerechnet nur 14.760 mAh, damit war sie das Schlusslicht im Test.
So erkennst du unrealistische Angaben
- Gewicht prüfen: In den Beispielen oben wiegen gute Powerbanks etwa 5 bis 8 g pro Wh. Echte 50.000 mAh (185 Wh) würden demnach grob ein Kilo wiegen, in ein Gerät mit 138 g passt das nicht hinein.
- Wh-Angabe suchen: Fehlt die Wh-Angabe auf dem Gerät, ist das ein Warnsignal. Techtest kritisiert genau das beim Kovol-Modell.
- Über 100 Wh ohne Hinweis: 50.000 mAh lägen weit über der Grenze fürs Flugzeug, und darauf weisen seriöse Hersteller hin.
- Prüfzeichen: Laut TÜV SÜD ist das CE-Zeichen nur eine Selbsterklärung des Herstellers. Unabhängig geprüft sind etwa Geräte mit GS-Zeichen. Bei No-Name-Produkten fehlen dem TÜV SÜD zufolge oft nachvollziehbare Angaben und unabhängige Prüfungen.
Dass es auch günstig geht, zeigt Stiftung Warentest: Gute Modelle gab es dort schon für unter 40 Euro. Ein niedriger Preis allein ist also kein Warnsignal, eine unrealistische Kapazität bei geringem Gewicht dagegen schon.
Häufige Fragen
Warum lädt meine 10.000-mAh-Powerbank mein Handy mit 5.000 mAh nicht zweimal?
Weil sich die mAh-Angaben auf unterschiedliche Spannungen beziehen und beim Umwandeln Energie verloren geht. Mehreren Quellen zufolge kommen nur etwa 65 bis 75 Prozent im Handy an. Bei einem großen Handy mit rund 19 Wh sind das etwa 1,2 bis 1,4 Ladungen.
Reicht eine 5.000-mAh-Powerbank?
Als Tagesreserve für kleine Handys schon. Ein iPhone 17 lädst du damit rechnerisch etwa einmal fast voll. Bei großen Modellen wie dem Galaxy S25 Ultra sind es nur rund 60 bis 70 Prozent einer Ladung.
Kann ich mit einer Powerbank meinen Laptop laden?
Ja, wenn der Laptop über USB-C lädt und die Powerbank genug Leistung mit USB Power Delivery liefert. Für die meisten Ultrabooks sind das 45 bis 65 W. Eine 20.000-mAh-Powerbank schafft laut Stiftung Warentest etwa eine volle Notebookladung.
Ist kabelloses Laden mit der Powerbank sinnvoll?
Bequem ist es schon. Laut Stiftung Warentest geht dabei aber mehr Energie als Wärme verloren als beim Laden per Kabel, du holst aus derselben Powerbank also weniger Ladungen heraus.
Wie lagere ich eine Notfall-Powerbank?
Teilgeladen, etwa zwischen 40 und 80 Prozent, kühl und trocken bei 10 bis 25 °C. Prüfe den Ladestand regelmäßig und lade nach, damit sich der Akku nicht tief entlädt.
Wie viel mAh darf eine Powerbank im Flugzeug haben?
Entscheidend sind die Wattstunden. Bis 100 Wh ist sie im Handgepäck meist ohne Genehmigung erlaubt, das entspricht rund 27.000 mAh bei 3,7 V. Manche Airlines haben eigene Regeln, Details dazu findest du im Artikel zur Powerbank im Flugzeug.
Quellen
- Powerbanks im Test: Kraft für müde Akkus, Stiftung Warentest, abgerufen am 03.10.2026
- Powerbanks im Test (Detailseite), Stiftung Warentest, abgerufen am 03.10.2026
- Powerbanks: Verlässliche Stromreserve für alle Fälle, Stiftung Warentest, abgerufen am 03.10.2026
- Powerbanks: Nicht immer so energiegeladen wie draufsteht, Stiftung Warentest, abgerufen am 03.10.2026
- Verwirrende mAh und Wh Angabe bei Powerbanks (3,7V oder 5V), Techtest, abgerufen am 03.10.2026
- Warum haben Powerbanks weniger Kapazität als draufsteht?, Techtest, abgerufen am 03.10.2026
- Powerbank 10000 mAh, wie viele Ladungen?, Anker, abgerufen am 03.10.2026
- Powerbank kaufen: Worauf es bei Kapazität und Ausstattung wirklich ankommt, t3n, abgerufen am 03.10.2026
- Powerbank kaufen: TÜV warnt vor typischen Fehlern, ingenieur.de, abgerufen am 03.10.2026
- So finden Verbraucher die richtige Powerbank, TÜV SÜD, abgerufen am 03.10.2026
- Weniger drin als draufsteht: So tricksen Hersteller bei der Powerbank-Kapazität, Macwelt, abgerufen am 03.10.2026
- Powerbank-Kapazität ausrechnen: So viel steckt im Akku wirklich drin, PC-Welt, abgerufen am 03.10.2026
- iPhone: Akku-Kapazität aller Modelle im Überblick, Macwelt, abgerufen am 03.10.2026
- Apple bestätigt Akku-Kapazität von iPhone 17, iPhone Air und iPhone 17 Pro Max, Notebookcheck, abgerufen am 03.10.2026
- Samsung Galaxy S25 Series Sets the Standard of AI Phone as a True AI Companion, Samsung Newsroom, abgerufen am 03.10.2026
- Pixel 10 technische Daten, Google Store, abgerufen am 03.10.2026
- MacBook Air: Technische Daten, Apple, abgerufen am 03.10.2026
- MacBook Pro: Technische Daten, Apple, abgerufen am 03.10.2026
- ThinkPad T14 Gen 5 (Intel) Specifications, Lenovo PSREF, abgerufen am 03.10.2026
- Laptop über Powerbank laden, Anker, abgerufen am 03.10.2026
- USB Charger (USB Power Delivery), USB-IF, abgerufen am 03.10.2026
- Was ist PPS und AVS? USB Power Delivery Ladegeräte mit PPS, Techtest, abgerufen am 03.10.2026
- What is Qi2.2? The Qi2 25W Charging Standard, Explained, Wireless Power Consortium, abgerufen am 03.10.2026
- Anker Nano Powerbank (10.000 mAh, integriertes USB-C Kabel), Anker, abgerufen am 03.10.2026
- Anker Powerbank 20.000 mAh mit 22,5 W und integriertem USB C Kabel im Test, Techtest, abgerufen am 03.10.2026
- Test Anker Prime Powerbank 20000 mAh 200W, Techtest, abgerufen am 03.10.2026
- RAVPower 27000mAh Powerbank mit Steckdose im Test, Smartzone, abgerufen am 03.10.2026
- BU-802b: What does Elevated Self-discharge Do?, Battery University, abgerufen am 03.10.2026
- BU-808: How to Prolong Lithium-based Batteries, Battery University, abgerufen am 03.10.2026
- Sachgemäßer Umgang mit Lithium-Batterien und Akkus, Umweltbundesamt, abgerufen am 03.10.2026
- Powerbanks im Flugzeug: Darf eine Powerbank ins Handgepäck?, Anker, abgerufen am 03.10.2026
- Unbranded (eBay) 50000mAh External Power Bank review, CHOICE, abgerufen am 03.10.2026
- 50.000 mAh und 100 W für unter 40 €? Zu gut, um wahr zu sein?, Techtest, abgerufen am 03.10.2026